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Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen
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Das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen EU-Kanada, kurz CETA (von englisch Comprehensive Economic and Trade Agreement, auch als Canada-EU Trade Agreement gelesen, französisch Accord économique et commercial global (AECG)), ist ein EU-kanadisches Freihandelsabkommen. Der Vertrag enthÀlt zahlreiche Handels- und Zollerleichterungen.
FĂŒr seine Kritiker gilt es insbesondere beim Investitionsschutz als umstritten, der es Unternehmen ermöglichen soll, bei verĂ€nderter Rechtslage von Staaten unter UmstĂ€nden Schadensersatz zu fordern (Investor-State Dispute Settlement).
Ab 2009 wurde das umfassende CETA-Abkommen verhandelt und am 26. September 2014 zum Verhandlungsabschluss veröffentlicht.cite-ref-eu-can-2-0[2] Es wurde mit auf Kritik eingehenden nachverhandelten Ănderungen am 30. Oktober 2016 vom EuropĂ€ischen Rat, der EuropĂ€ischen Kommission und der kanadischen Regierung unterzeichnet, nachdem alle 28 europĂ€ischen Regierungen zugestimmt hatten.cite-ref-3[3]
Das EuropĂ€ische Parlament stimmte am 15. Februar 2017 mit groĂer Mehrheit dem Abkommen zu. Daraufhin sind Teile von CETA seit dem 21. September 2017 vorlĂ€ufig in Kraft getreten. FĂŒr ein vollstĂ€ndiges Inkrafttreten bedarf das Abkommen noch der Ratifizierung durch die nationalen Parlamente in der EU, Kanadas und der EU selbst.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5] Mit Stand November 2024 haben 17 EU-Mitgliedsstaaten und das Vereinigte Königreich das Abkommen ratifiziert.cite-ref-ratification-1-1[1]
Contents
âą Geschichte
âą Verhandlungen
âą Unterzeichnung
âą Ratifizierung
âą Inkrafttreten
âą Inhalte
âą Kanada
âą Kritik, Proteste
âą Siehe auch
âą Weblinks
âą EU-Kommission
âą Weitere
âą Artikel, Medien
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
2004 haben EU und Kanada ein freiwilliges Framework on Regulatory Cooperation and Transparency vereinbart (auf Deutsch: Rahmenabkommen ĂŒber Regulierungszusammenarbeit und Transparenz) wie 2007 auch seine Umsetzung im EU-Canada Roadmap for Regulatory Cooperation (auf Deutsch: Fahrplan der Regulierungszusammenarbeit EU-Kanada), der auf dem Gipfeltreffen EU-Kanada in Berlin am 4. Juni 2007 angenommen wurde. An diesem Treffen gaben die Staats- und Regierungschefs auch eine gemeinsame Studie in Auftrag, um âdie Kosten und Nutzen einer engeren wirtschaftlichen Partnerschaft zu untersuchen und zu bewertenâ.
2008 wurde die Studie Assessing the costs and benefits of a closer EU-Canada economic partnership (auf Deutsch: EinschĂ€tzung der Kosten und Vorteile engerer wirtschaftlicher Partnerschaft EU-Kanada)cite-ref-eu-can-2-1[2] auf dem Gipfeltreffen EU-Kanada in Montreal am 17. Oktober 2008 verabschiedet um âeine ausgewogene und engere kĂŒnftige wirtschaftliche Integration zwischen der EU und Kanada zu verfolgenâ. Die Staats- und Regierungschefs vereinbarten auch, âdie Zusammenarbeit im Bereich der Regulierung zu intensivierenâ. Die Autoren der Studie untersuchten darin, gemÀà der GipfelerklĂ€rung von 2007, âdie bestehenden und insbesondere nicht-tarifĂ€ren Barrieren auf den Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrâ und âschĂ€tzten die potenziellen Kosten und Vorteile der Beseitigung derartiger Schrankenâ ab. Sie zeigten auch auf, âwie eine solche Partnerschaft die laufenden BemĂŒhungen zur Verbesserung der bilateralen Zusammenarbeit in Bereichen wie Wissenschaft, Technologie, Energie und Umwelt ergĂ€nzen könnteâ.
Verhandlungen
Das Abkommen wurde seit dem 10. Juni 2009 unter Ausschluss der Ăffentlichkeit verhandelt.cite-ref-geheim1-6-0[6] Am 18. Oktober 2013 wurde von den Verhandlungspartnern der EuropĂ€ischen Kommission und der kanadischen Regierung bekannt gegeben, sich in den Hauptpunkten geeinigt zu haben.cite-ref-7[7] Die Verhandlungen wurden am 1. August 2014 abgeschlossen.cite-ref-8[8]
Am 26. September 2014 unterzeichneten der damalige kanadische Premierminister Stephen Harper, der damalige EU-KommissionsprĂ€sident JosĂ© Manuel Barroso und der damalige EU-RatsprĂ€sident Herman Van Rompuy wĂ€hrend eines EU-Kanada-Gipfels in Ottawa eine ErklĂ€rung zum Abschluss der fĂŒnfjĂ€hrigen Verhandlungen ĂŒber das Freihandelsabkommen.cite-ref-9[9]
Veröffentlichungen
Der Inhalt des Abkommens war lange geheim, zunĂ€chst wurden lediglich einige Eckdaten wie der Abbau von Zöllen, Zugang europĂ€ischer Firmen zu öffentlichen Ausschreibungen in Kanada sowie der Schutz des geistigen Eigentums und regionaler Herkunftsbezeichnungen fĂŒr landwirtschaftliche Produkte bestĂ€tigt.cite-ref-kommissionokt2013-10-0[10] Diese wurden erst bei der Einigung von EU-Handelskommissar Karel De Gucht und dem kanadischen Handelsminister Ed Fast vom 18. Oktober 2013 bekannt gegeben. Technische Details wĂŒrden angeblich erst feststehen, wenn das Abkommen dem Rat und Parlament der EU vorgelegt wird.cite-ref-geheim2-11-0[11]
Schon im Dezember 2009 wurde ein Kapitel des geheimen Abkommens auf WikiLeaks veröffentlicht, in dem es um den Schutz geistigen Eigentums geht. Am 18. Oktober 2013 veröffentlichte heise.de auf Telepolis einen Teil des Vertragstextes mit Analyse.cite-ref-heise1-12-0[12]cite-ref-heise2-13-0[13] Das ARD-Hauptstadtstudio hatte den 519 Seiten langen ausgehandelten Vertrag am 14. August 2014 als PDF-Datei ins Internet gestellt.cite-ref-ceta-101-14-0[14]
Endfassung
Am 29. Februar 2016 veröffentlichte die EU-Kommission die offizielle Endfassung des CETA-Vertragstextes,cite-ref-eu-can-2-3[2] nachdem die Kommission und Kanada die RechtsförmlichkeitsprĂŒfung abgeschlossen und einige Punkte nachgebessert hatten:
âDies bedeutet im Einzelnen z. B. die stĂ€rkere Verankerung des âright to regulateâ, die Errichtung eines stĂ€ndigen Gerichtshofes, die Auswahl der Schiedsrichter durch die Vertragsparteien selbst, transparente Verfahren und eine Berufungsinstanz.â
â
Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Energie (BMWI), 29. Februar 2016, 17:15
Unterzeichnung
Nach Zustimmung Belgiens (siehe Belgien hier unten) am 28. Oktober 2016 haben die EU-Staaten die nötigen BeschlĂŒsse im schriftlichen Verfahren gefasst.cite-ref-nzz161028-18-0[18] Am 30. Oktober wurde der fĂŒr den 28. Oktober anberaumte und zwischenzeitig abgesagte EU-Kanada-Gipfel nachgeholt, bei dem das Abkommen von allen Staaten unterzeichnet wurde.cite-ref-19[19] Nach der Unterzeichnung wurde CETA dem EU-Parlament vorgelegt. Nach dessen Zustimmung können groĂe Teile des Vertrags vorlĂ€ufig angewandt werden (siehe vorlĂ€ufige Anwendbarkeit hier unten). VollstĂ€ndig und definitiv tritt CETA aber erst in Kraft, wenn seitens der EU auch alle nationalen â und teils regionalen â Parlamente den Vertrag ratifiziert haben.
AnlÀsslich der Unterzeichnung sagte Justin Trudeau:
âThe fact that people were asking tough questions on a deal that will have a significant impact on our economies, giving us the opportunity to demonstrate that that impact will be positive, is a good thing.â
â
Justin Trudeau
:
BrĂŒssel, 30. Oktober 2016
Doch die EU-ReprÀsentanten hatten weniger VerstÀndnis:
âBelgium should think about how it functions at the international level.â
â
Jean-Claude Juncker
:
BrĂŒssel, 30. Oktober 2016
â[the negotiations] showed how important impressions and emotions are in the modern world (âŠ) It showed that facts and figures wonât stand up for themselves alone. That post-factual reality and post-truth politics pose a great challenge on both sides of the Atlantic (âŠ) We should be able to convince our citizens that free trade is in their interest, and not just big companies and corporations.â
â
Donald Tusk
:
BrĂŒssel, 30. Oktober 2016
Ratifizierung
Modus
Einige Zeit war unklar, ob die Zustimmung der nationalen Parlamente der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten notwendig ist. Nach Ansicht der EU-Kommission handelte es sich um ein rein in den Kompetenzbereich der EU fallendes Abkommen und CETA mĂŒsse daher nicht von den Mitgliedsstaaten ratifiziert werden.cite-ref-faz-14279991-21-0[21] Die Handelsminister der EU widersprachen dieser Ansicht mit der BegrĂŒndung, Teile des Abkommens fielen in den ZustĂ€ndigkeitsbereich der Mitgliedsstaaten, weshalb es sich um ein sogenanntes gemischtes Abkommen handle, dessen Vertragspartner neben der EU auch die Mitgliedsstaaten werden mĂŒssten. Die Mitgliedstaaten könnten auch gegen den Willen der EuropĂ€ischen Kommission einen gemischten Status durchsetzen. Die Entscheidung mĂŒsste einstimmig fallen.
In Deutschland teilen die Beurteilung des CETA als ein gemischtes Abkommen der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestagescite-ref-22[22] wie auch das deutsche Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Energie.cite-ref-23[23] Italien stĂŒtzte jedoch die Ansicht der EU-Kommission.cite-ref-zeit-2016-06-10-24-0[24]
EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström verkĂŒndete am 5. Juli 2016, dass â entgegen einem anders lautenden juristischen Gutachten â das Handelsabkommen mit Kanada von der Kommission nicht als reine EU-Angelegenheit eingestuft werde und somit die nationalen Parlamente ĂŒber das Abkommen ebenfalls mit abstimmen mĂŒssen, damit dieses fĂŒr die EU in Kraft tritt.cite-ref-spiegel160705-25-0[25]cite-ref-26[26]cite-ref-nzz160705-27-0[27]
Stand des Verfahrens
Am 15. Februar 2017 stimmte das EuropÀische Parlament mit 408 Ja-Stimmen, bei 254 Gegenstimmen und 33 Enthaltungen, dem umstrittenen Abkommen CETA zu.
Aktuell (Stand: 20. Januar 2023) haben 18 Staaten das Abkommen ratifiziert.cite-ref-ratification-1-2[1]: DĂ€nemark, Deutschland, Estland, Finnland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Ăsterreich, Portugal, RumĂ€nien, Schweden, Slowakei, Spanien und Tschechien sowie 2018 das am 31. Januar 2020 aus der EuropĂ€ischen Union ausgeschiedene Vereinigte Königreich.
| Staat | Ratifiziert | Datum [ 28 ] | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Kanada Kanada | Nein | | Das kanadische Unterhaus stimmte dem Abkommen am 14. Februar, der Senat am 11. Mai 2017 zu. Am 16. Mai 2017 trat das Zustimmungsgesetz durch Royal Assent in Kraft. [ 29 ] Eigentlich sollte CETA daher noch vor dem 1. Juli 2017 durch die Regierung ratifiziert werden, [ 30 ] dies ist jedoch noch nicht geschehen. [ 31 ] [ 32 ] |
| Europaische Union EuropĂ€ische Union | Nein | | Das EuropĂ€ische Parlament stimmte am 15. Februar 2017 fĂŒr das Abkommen. Die Ratifikation durch den Rat der EU steht allerdings noch aus. [ 33 ] |
| Osterreich Ăsterreich | Ja | 23.05.2019 | |
| Belgien Belgien | Nein | | |
| Bulgarien Bulgarien | Nein | | |
| Kroatien Kroatien | Ja | 09.11.2017 | Das kroatische Parlament stimmte bereits am 30. Juni 2017 fĂŒr das Abkommen, die Notifikation durch die Regierung erfolgte aber erst im November. [ 34 ] |
| Tschechien Tschechien | Ja | 16.11.2017 | Der tschechische Senat stimmte am 20. April 2017 zu, das Abgeordnetenhaus am 13. September 2017. [ 35 ] [ 36 ] |
| Zypern Republik Zypern | Nein | | Das zypriotische Parlament lehnte die Ratifikation am 31. Juli 2020 ab. [ 37 ] |
| Danemark DĂ€nemark | Ja | 01.06.2017 | |
| Estland Estland | Ja | 10.11.2017 | |
| Finnland Finnland | Ja | 03.01.2019 | |
| Frankreich Frankreich | Nein | | Die Nationalversammlung stimmte am 23. Juli 2019 zu, [ 38 ] [ 39 ] der Senat jedoch bisher nicht. |
| Deutschland Deutschland | Ja | 01.12.2022 | Der Deutsche Bundestag stimmte am 1. Dezember 2022 zu. [ 40 ] Das Zustimmungsgesetz wurde am 19. Januar 2023 zusammen mit dem Text des Abkommens und dessen Anlagen verkĂŒndet. [ 41 ] |
| Griechenland Griechenland | Nein | | |
| Ungarn Ungarn | Nein | | |
| Irland Irland | Nein | | |
| Italien Italien | Nein | | |
| Lettland Lettland | Ja | 09.03.2017 | Die Saeima stimmte am 23. Februar 2017 zu. |
| Litauen Litauen | Ja | 17.05.2018 | Die Seimas stimmte am 24. April 2018 zu. [ 42 ] |
| Luxemburg Luxemburg | Ja | 10.06.2020 | |
| Malta Malta | Ja | 26.07.2017 | |
| Niederlande Niederlande | Ja | 12.07.2022 | Die Zweite Kammer (Abgeordnetenhaus) stimmte am 18. Februar 2020 zu, die Erste Kammer (Oberhaus) am 12. Juli 2022. [ 43 ] |
| Polen Polen | Nein | | |
| Portugal Portugal | Ja | 31.01.2018 | |
| RumÀnien RumÀnien | Ja | 02.12.2020 | |
| Slowakei Slowakei | Ja | 28.11.2019 | |
| Slowenien Slowenien | Nein | | |
| Spanien Spanien | Ja | 13.12.2017 | |
| Schweden Schweden | Ja | 09.10.2018 | |
| Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich | Ja | 08.11.2018 | Mit dem Brexit ist auch CETA nicht mehr anwendbar. |
Inkrafttreten
Es mĂŒssen nun alle 28 Mitgliedstaaten das Abkommen auf nationaler Ebene ratifizieren, bevor es in Kraft treten kann.cite-ref-44[44]
VorlÀufige Anwendbarkeit
CETA trat am 21. September 2017 vorlÀufig in Kraft. Auf diesen Termin hatten sich EU-KommissionsprÀsident Juncker und der kanadische Premierminister Trudeau am Rande des Hamburger G20-Gipfels verstÀndigt.cite-ref-hk24-45-0[45] Die vorlÀufige Anwendung kann allein vom EuropÀischen Rat mit qualifizierter Mehrheit beschlossen werden.
Unter die vorlÀufige Anwendung fallen weite Teile des Abkommens. Ausgenommen sind der Investitionsschutzteil sowie einzelne Kapitel und Abschnitte in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Steuern und Geistiges Eigentum.cite-ref-46[46]
Im MĂ€rz 2016 bat die EU-Kommission um Stellungnahmen der nationalen Wirtschaftsministerien zu der Frage, ob CETA bereits vor der Ratifizierung durch alle nationalen Parlamente vorlĂ€ufige Anwendung finden soll. Dies wĂŒrde bedeuten, dass zumindest in jenen Bereichen, die im alleinigen ZustĂ€ndigkeitsbereich der EU liegen, das Abkommen bereits nach der Ratifizierung durch das EU-Parlament in Kraft wĂ€re.
Weder das deutsche noch das österreichische Ministerium meldeten zunĂ€chst Bedenken an. Am 11. Mai 2016 gaben allerdings die österreichischen BundeslĂ€nder in der Landeshauptleutekonferenz, also als ein föderales Gremium, eine bindende âeinheitliche Stellungnahmeâ gemÀà Art. 23d Abs. 2 B-VG ab, die Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner auffordert, CETA nicht zuzustimmen, solange u. a. eine vorlĂ€ufige Anwendbarkeit vorgesehen ist.cite-ref-47[47] Mitterlehner wies beim EU-Ministerrat vom 13. Mai 2016 darauf hin.cite-ref-48[48] Ob die Praxis der vorlĂ€ufigen Anwendbarkeit ĂŒberhaupt verfassungskonform ist, ist umstritten.cite-ref-49[49]cite-ref-50[50]cite-ref-51[51]
In Deutschland lieĂ eine von mehr als 125.000 Menschen gestellte Verfassungsbeschwerde durch das Bundesverfassungsgericht am 13. Oktober 2016 ĂŒberprĂŒfen, ob die vorlĂ€ufige Anwendbarkeit mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar ist.cite-ref-52[52] Dies hat das Bundesverfassungsgericht grundsĂ€tzlich bejaht; die Bundesregierung muss allerdings sicherstellen,
âą dass ein Ratsbeschluss ĂŒber die vorlĂ€ufige Anwendung nur die Bereiche von CETA umfassen wird, die unstreitig in der ZustĂ€ndigkeit der EuropĂ€ischen Union liegen,
âą dass bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in der Hauptsache eine hinreichende demokratische RĂŒckbindung der im Gemischten CETA-Ausschuss gefassten BeschlĂŒsse gewĂ€hrleistet ist und
⹠dass die Auslegung des Art. 30.7 Abs. 3 Buchstabe c CETA eine einseitige Beendigung der vorlÀufigen Anwendung durch Deutschland ermöglicht.cite-ref-53[53]
Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 9. Februar 2022, veröffentlicht am 15. MĂ€rz 2022, die eingereichten Verfassungsbeschwerden und einen Antrag im Organstreitverfahren verworfen, bzw. zurĂŒckgewiesen.cite-ref-54[54] CETA kann nach dieser Entscheidung ratifiziert werden und soll rasch ratifiziert werden.cite-ref-55[55]
Inhalte
Abbau von Handelsbarrieren
Laut EU-Kommission entfallen âmehr als 99 %â der Zölle durch das Abkommen. Normen und Vorschriften (sogenannte nichttarifĂ€re Handelshemmnisse) sollen gegenseitig anerkannt oder angeglichen werden, was sich u. a. fĂŒr die Automobilbranche positiv auswirken soll. Bei der Vergabe öffentlicher AuftrĂ€ge sollen sich auf allen Verwaltungsebenen auch europĂ€ische Unternehmen in Kanada bewerben können. Weiterhin soll es Unternehmen erleichtert werden, Angestellte vorĂŒbergehend in ein Partnerland zu versetzen, und berufliche Qualifikationen sollen gegenseitig anerkannt werden. Unter dem Schlagwort âNachhaltige Entwicklungâ sollen auĂerdem Umwelt- und Sozialrechte berĂŒcksichtigt werden.cite-ref-kommissionzahlenfakten-56-0[56]
Landwirtschaft und Fischerei
Die landwirtschaftlichen Ausfuhren der EU nach Kanada belaufen sich auf jĂ€hrlich 2,9 Milliarden Euro, damit hat die EU einen ExportĂŒberschuss gegenĂŒber Kanada. Fast alle Zölle auf landwirtschaftliche Produkte sollen beseitigt werden und auch der Handel mit sogenannten âempfindlichen Warenâ, d. h. vor allem Export von Milchprodukten nach Kanada und Import von Schweine- und Rindfleisch in die EU, soll ausgeweitet werdencite-ref-57[57]. Konkret wird Kanada 90,9 % der Zölle auf Agrarimporte aus der EU abschaffen, nach sieben Jahren 91,7 %. Die EU ihrerseits wird 92,2 % aller Zölle auf Importe landwirtschaftlicher Produkte aus Kanada abschaffen, nach sieben Jahren 93,8 %. Die wichtigsten Quoten sind die KĂ€sequote fĂŒr die EU (die EU darf zusĂ€tzlich 18.500 Tonnen ausfĂŒhren, laut EU werden die Ausfuhren um 128 % steigen und der Marktanteil von KĂ€se aus der EU in Kanada auf 4 % steigen), die Rindfleischquote (45.853 Tonnen fĂŒr Rindfleisch aus Kanada) und die Quote fĂŒr Schweinefleisch (zusĂ€tzlich 75.000 Tonnen fĂŒr kanadisches Schweinefleisch). GeflĂŒgel und Eier sind von der Liberalisierung ausdrĂŒcklich ausgenommen.cite-ref-58[58] Die Abschaffung von Zöllen spielt aus landwirtschaftlicher Sicht eine besondere Rolle: Kanada erhob 2007 im Durchschnitt lediglich Zölle in Höhe von 3,5 % auf Einfuhren aus der EU, die EU wiederum erhob 2007 auf Einfuhren aus Kanada Zölle in Höhe von 2,2 %. Bei bestimmten landwirtschaftlichen Produkten aber liegen die Zölle besonders hoch, so erhebt Kanada Zölle in Höhe von 245,6 % auf KĂ€se, die EU wiederum erhebt Zölle auf Rindfleisch aus Kanada in Höhe von 407,8 %cite-ref-59[59]. Auch der Bereich Wein und Spirituosen bildet einen wichtigen Teil der Ausfuhren nach Kanada und soll durch das Abkommen wachsen.cite-ref-60[60] Wein und Spirituosen machten 2016 insgesamt 40 % der Agrarausfuhren der EU nach Kanada aus. Die EU hat bei Wein und Spirituosen einen HandelsĂŒberschusscite-ref-61[61], mit CETA werden verschiedene Handelshemmnisse fĂŒr Wein und Spirituosen (u. a. die Vorschrift nicht abgefĂŒllte importierte Spirituosen mit kanadischen Spirituosen zu mischen) abgeschafft sowie ein gemeinsames Forum eingerichtet.cite-ref-pdf-155364-62-0[62] Kanadischer Fisch soll leichter auf den europĂ€ischen Markt kommen und die Kontrollen der Fischerei verbessert werden. Geographische Angaben fĂŒr Lebensmittel aus der EU werden durch das Abkommen auch in Kanada geschĂŒtzt.cite-ref-kommissionzahlenfakten-56-1[56]
Kritik bezieht sich hier auf die unterschiedlichen Herstellungsstandards und Regulierungen in der EU und Kanada. So dĂŒrfen Rinder in Kanada mit Hormonen behandelt werden, in der EU jedoch nicht, was zu der BefĂŒrchtung fĂŒhrt, dass bisher nicht zugelassenes Fleisch auf dem europĂ€ischen Markt verkauft werden könnte. Beide Seiten versuchen ihre heimischen Landwirte zu schĂŒtzen, sodass laut einem Zeitungsbericht sogar Ausfuhrquoten im GesprĂ€ch waren.cite-ref-tagesspiegel-63-0[63] Mit dem Freihandelsabkommen CETA werden die Lebensmittelstandards der EU aber nicht berĂŒhrt, Produkte aus Kanada mĂŒssen weiterhin den gleichen Anforderungen entsprechen wie zuvor auch.cite-ref-pdf-155364-62-1[62]
Schutz geistigen Eigentums
Das Abkommen soll den Schutz geistigen Eigentums in Bezug auf Patente, Marken, Muster, Modelle und Urheberrecht verbessern, wobei besonders die Verbesserung des Schutzes von Arzneimittelrechten in Kanada und die geographischen Herkunftsbezeichnungen von Lebensmitteln betont werden.cite-ref-kommissionzahlenfakten-56-2[56]
Im Dezember 2009 wurde das Kapitel ĂŒber geistiges Eigentum aus den CETA-Verhandlungen bekanntcite-ref-64[64] und es wurden Ăberschneidungen mit ACTA festgestellt, was zu einer Welle von Kritik gefĂŒhrt hat.cite-ref-michaelgeist-65-0[65]cite-ref-66[66] Als Reaktion auf den Leak von 2009 erklĂ€rte die Kommission im Oktober 2013, dass die Ablehnung des ACTA-Abkommens durch das EU-Parlament im Juli 2012 berĂŒcksichtigt werde. Speziell heiĂt es, dass das Three-Strikes-Prinzip und ein Auskunftsanspruch auf Ermittlung von IP-Adressen von Rechtsverletzern (Artikel 27.3. und 27.4.), die in ACTA vorgesehen waren, aus den CETA-Verhandlungen ausgenommen wurden.cite-ref-67[67] Nach einem Gutachten im Auftrag der GrĂŒnen enthĂ€lt die ausverhandelte Version des Abkommens tatsĂ€chlich keine Regelungen mehr, die spezifisch ACTA entnommen sind.cite-ref-68[68]
Siehe auch
:
Anti-Counterfeiting Trade Agreement: CETA und TTIP/TAFTA
Investitionen und Investitionsschutz
Siehe auch
:
Investor-state dispute settlement (ISDS): Investitionsschiedsverfahren in Freihandelsabkommen mit EU-Beteiligung
Laut EU-Kommission sollen auslĂ€ndische Investitionen erleichtert und die in CETA enthaltenen Investitionsschutzverpflichtungen âdurch einen modernen und wirksamen Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten gestĂŒtztâ werden.cite-ref-kommissionzahlenfakten-56-3[56]
Zum Schutz von Investitionen sieht das Abkommen die Möglichkeit der Anrufung von öffentlich legitimierten Schiedsgerichten vor, die mit nicht-staatlichen Richtern besetzt sind und fĂŒr den beklagten Staat bindende Entscheidungen ĂŒber Schadensersatzzahlungen fĂ€llen können. Die Gerichte ersetzen die traditionellen nichtöffentlichen Schiedsgerichte, die mit Schiedsrichtern ad hoc von den jeweiligen Streitparteien benannt werden.cite-ref-69[69] Auch viele andere Handelsabkommen (z. B. das zurzeit verhandelte TTIP) enthalten Investitionsschutzklauseln und sehen die Anrufung von Schiedsgerichten vor, um Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Staaten beizulegen, was bei TTIP zu heftiger Kritik gefĂŒhrt hat.cite-ref-heise1-12-1[12] Ein Missbrauch dieses Systems soll bei CETA unter anderem verhindert werden durch:cite-ref-70[70]
⹠eine prÀzise Definition der TatbestÀnde, die einen Gaststaat schadensersatzpflichtig machen können
âą den Ausschluss von Klagen auf Marktzugang
âą den Ausschluss von Klagen durch reine Briefkastenfirmen
âą einen verbindlichen Verhaltenskodex fĂŒr Schiedsrichter
âą âuneingeschrĂ€nkte Transparenzâ der Verfahren durch Anwendung der UNCITRAL-Transparenzregeln
⹠die Möglichkeit einer verbindlichen Auslegung des Abkommens durch die Vertragspartner
Der DGB hielt diese MaĂnahmen fĂŒr unzureichend: Die Schiedsrichter könnten die Transparenz des Verfahrens immer noch ganz oder teilweise einschrĂ€nken, Interessenkonflikte der Schiedsrichter seien nicht wirksam ausgeschlossen und sowohl die Definition von âInvestitionâ als auch die der anwendbaren Schutzstandards seien nicht klar genug umrissen.cite-ref-71[71] Die NGO Power Shift sieht auch im ĂŒberarbeiteten CETA-Text trotz einiger positiver AnsĂ€tze weitgehend nur kosmetische Korrekturen des bestehenden ISDS-Systems.cite-ref-72[72]
In einer Fassung von Anfang 2016 sah CETA einen stĂ€ndigen âInvestitionsgerichtshofâ mit 15 Mitgliedern vor, die von Kanada und der EU ernannt werden, sowie öffentliche Verfahren mit Berufungsinstanz.cite-ref-73[73] In der Fassung von Mitte 2018, der Ăsterreich zustimmt, wurde ein Punkt abgeĂ€ndert: es wird je ein Drittel europĂ€ische, kanadische und unabhĂ€ngige Richter geben. Die Amtszeit dieser Richter dauert fĂŒnf Jahre, und in dieser Zeit dĂŒrfen sie nur in einem einzigen Streitfall zwischen Investor und Staat entscheiden. Das soll eine UnabhĂ€ngigkeit des Gerichts fördern.cite-ref-74[74] Es gibt die Absicht den bilateralen Investitionsgerichtshof spĂ€ter in einen multilateralen Investitionsgerichtshof (englisch: Multilateral Investment Court) umzuwandeln, in dem dann auch Verfahren anderer Freihandelsabkommen verhandelt werden können, bspw. das EU-Vietnam Freihandelsabkommen.cite-ref-75[75]
Wirtschaftlicher Hintergrund
Laut EU-Kommission war Kanada 2012 mit einem Anteil von 1,8 % am gesamten EU-AuĂenhandel der zwölftwichtigste Handelspartner der EU. Auf der Grundlage der Zahlen von 2011 entfielen auf die EU 10,4 % des gesamten kanadischen AuĂenhandels, was sie zum zweitwichtigsten Handelspartner Kanadas nach den USA machte. Der bilaterale Warenverkehr zwischen der EU und Kanada belief sich 2012 auf 61,8 Milliarden Euro. Bei den Warenausfuhren aus der EU nach Kanada handelte es sich vorwiegend um Maschinen, Fahrzeuge und Chemikalien. 2011 beliefen sich die Investitionen der EU in Kanada auf rund 220 Milliarden Euro und kanadische Investitionen in der EU auf knapp 140 Milliarden Euro.cite-ref-kommissionokt2013-10-1[10]
Historische Daten des Handels mit GĂŒtern zwischen Kanada und der EU:cite-ref-76[76]
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Die EU-Kommission prognostiziert, dass das âbilaterale Handelsvolumen bei Waren und Dienstleistungen um 22,9 %, das heiĂt 25,7 Milliarden Euroâ steigen werde. Die Zollersparnis fĂŒr Exporteure aus der EU belaufe sich insgesamt auf ca. 500 Millionen Euro pro Jahr. Das Abkommen werde die BeschĂ€ftigung in Europa erhöhen und Wachstum von bis zu 11,6 Milliarden Euro pro Jahr, davon 5,8 Milliarden im Bereich der Dienstleistungen, zur Folge haben.cite-ref-kommissionzahlenfakten-56-4[56]
Zudem geht die Kommission davon aus, dass mit jeder zusĂ€tzlichen Milliarde Wachstum rund 14.000 Jobs entstehen werden, also etwa 160.000 ArbeitsplĂ€tze pro Jahr mehr entstehen wĂŒrden, als ohne das Abkommen.cite-ref-77[77]
Die Verbraucherzentralen gehen davon aus, dass es langfristig zu einer gröĂeren Produktauswahl zu geringeren Preisen kommen wird.cite-ref-78[78]
Zusammenhang mit NAFTA
Zwischen Kanada, den USA und Mexiko besteht bereits das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA). Durch das neue Abkommen soll es nun EU-LĂ€ndern möglich sein, mit US-amerikanischen Unternehmen auf dem kanadischen Markt zu konkurrieren.cite-ref-kommissionzahlenfakten-56-5[56] Andererseits wird befĂŒrchtet, dass auch Unternehmen der drei nordamerikanischen LĂ€nder auf dem europĂ€ischen Markt an Einfluss gewinnen.cite-ref-dwn-79-0[79]
Zusammenhang mit TTIP
CETA gilt als Blaupause fĂŒr das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP).cite-ref-sn-140926-80-0[80]cite-ref-81[81] Zur Funktion von CETA fĂŒr TTIP und weitere Freihandelsabkommen stellte im EU-Ratsausschuss der TPC-Mitglieder im Februar 2013 die österreichische Delegation fest, âdie Vorbildwirkung fĂŒr zukĂŒnftige Verhandlungen (USA, Japan, China, ASEAN) wĂ€re umso gröĂer, je besser das âOutcomeâ mit Kanada sei.âcite-ref-gruene-82-0[82]
Im Mai 2014 stellten dieselben fest, dass âein Abschluss der CETA-Verhandlungen vor Ende der öffentlichen Konsultationen zu Investitionsschutz im Rahmen der TTIP-Verhandlungen die GlaubwĂŒrdigkeit des Konsultationsprozesses unterlaufe.âcite-ref-gruene-82-1[82]
Politische Diskussion
EuropÀische Union
Die EU braucht Einstimmigkeit ihrer MitgliedslĂ€nder, da sie alle das CETA-Abkommen â wie auch Ă€hnliche Abkommen, u. a. auch TTIP â einzeln unterschreiben mĂŒssen. Nach der Unterzeichnung folgt die Ratifizierung durch das EU-Parlament und alle nationalencite-ref-nzz160705-27-1[27] sowie zum Teil regionalen Parlamente.cite-ref-spiegel160705-25-1[25] Nach der Zustimmung des EU-Parlaments sollen groĂe Teile des Vertrags vorlĂ€ufig angewandt werden, bis die Ratifizierung abgeschlossen ist.
Nach Zustimmung Belgiens am 28. Oktober 2016 fassten die EU-Staaten die nötigen BeschlĂŒsse im schriftlichen Verfahren. So fand am 30. Oktober der EU-Kanada-Gipfel statt. Nach der Unterzeichnung wird CETA dem EU-Parlament vorgelegt. Nach dessen Zustimmung können groĂe Teile des Vertrags vorlĂ€ufig angewandt werden. VollstĂ€ndig und definitiv tritt CETA aber erst in Kraft, wenn seitens der EU auch alle nationalen â und teils regionalen â Parlamente den Vertrag ratifiziert haben.cite-ref-nzz161028-18-1[18]
Deutschland
Die Linkspartei sowie die Partei Die GrĂŒnen kritisieren die Sonderrechte und Privilegien beim gerichtlichen Klagerecht fĂŒr die Konzerne.cite-ref-83[83] So solle sich die deutsche Bundesregierung nach Forderung der GrĂŒnen unverzĂŒglich dafĂŒr einsetzen, dass der Mechanismus zur auĂergerichtlichen Investor-Staat-Schiedsgerichtsbarkeit entfernt wird.cite-ref-84[84]
Am 25. September 2014 sprach sich Sigmar Gabriel, Bundesminister fĂŒr Wirtschaft und Energie, in einer Bundestagsdebattecite-ref-85[85] grundsĂ€tzlich fĂŒr CETA aus, bezeichnete aber den ausgehandelten Investitionsschutz als ânicht erforderlichâ zwischen âentwickelten Rechtssystemenâ wie denen Kanadas und der EU. Jedenfalls mĂŒssten die Bedingungen aus deutscher Sicht an wichtigen Stellen nachgebessert werden. Das Kapitel Investitionsschutz sei in der vorliegenden Fassung der EU fĂŒr Deutschland nicht zustimmungsfĂ€hig.
Gabriel zitierte zustimmend den neuen EU-KommissionsprÀsidenten Jean-Claude Juncker:
âWir können nicht unsere Standards im Gesundheitsbereich senken. Wir können nicht unsere Standards im Sozialbereich senken. Wir können nicht unsere Datenschutzstandards senken. Ich möchte nicht, dass der Datenschutz ĂŒberhaupt Teil der Verhandlungen wird. Ich will nicht, dass wir eine parallele Geheimgerichtsbarkeit schaffen. [âŠ] Das ist die Verhandlungsposition des neuen KommissionsprĂ€sidenten. Ich finde, es ist die richtige Verhandlungsposition; ihr wollen wir uns anschlieĂen.â
Gabriel Ă€uĂerte im September 2016, er halte TTIP fĂŒr gescheitert. Seither bemĂŒht sich der Bundeswirtschaftsminister verstĂ€rkt um das Durchsetzen des CETA-Abkommens. Am 19. September 2016 ermĂ€chtigte der SPD-Parteikonvent (Kleiner Parteitag) in Wolfsburg unter Ausschluss der Ăffentlichkeit mit 2/3 von 220 Stimmen Sigmar Gabriel zur Zustimmung zu CETA innerhalb der Bundesregierung.cite-ref-86[86]cite-ref-87[87]cite-ref-88[88]
Die Mehrheit der SPD-Delegierten konnte somit fĂŒr das Handelsabkommen mit Kanada ĂŒberzeugt werden.cite-ref-89[89] Einige LandesverbĂ€nde wie Bayern oder Bremen sowie Parteilinke positionierten sich jedoch bislang gegen CETA.cite-ref-90[90]cite-ref-91[91]cite-ref-92[92] Ebenfalls nimmt die AfD eine ablehnende Haltung gegenĂŒber dem Abkommen ein.cite-ref-93[93]
Die CDU und FDP hingegen befĂŒrworten den Handelsvertrag. Sowohl Peter Tauber, CDU-GeneralsekretĂ€r, als auch Nicola Beer, FDP-GeneralsekretĂ€rin, heben hervor, dass durch das Zustandekommen des CETA-Abkommens die Möglichkeit gegeben sei, die Globalisierung aktiv zu gestalten. Zudem werden unter anderem das AnknĂŒpfen an den internationalen Handel sowie ArbeitsplĂ€tze als GrĂŒnde fĂŒr das Abkommen benannt.cite-ref-94[94]cite-ref-95[95]
Zur vollstÀndigen Ratifizierung muss nach einem Gutachten von Staatsrechtler Prof. Martin Nettesheim CETA auch durch den Bundesrat angenommen werden.cite-ref-96[96]cite-ref-97[97]
Ein Antrag der FDP, CETA zu ratifizieren, wurde am 14. Juni 2018 vom Bundestag abgelehnt. Andreas G. LĂ€mmel (MdB) verwies dabei auf ein laufendes Verfahren beim Bundesverfassungsgericht. Der Bundestag zitiert ihn: âErfolgreich könne dieser Gesetzentwurf aber nicht sein, denn es gelte, das Verfassungsgerichtsurteil abzuwarten.âcite-ref-98[98]
CETA wird seit 2017 vorlĂ€ufig angewandt, ohne die Regeln zum Investitionsschutz. Das Bundesverfassungsgericht wies im MĂ€rz 2021 eine Klage der Linkspartei dagegen ab. Ein weiteres Urteil des Gerichtes zur inhaltlichen Bewertung, ob die EU beim Abschluss des Vertrages jenseits ihrer Kompetenzen (âultra viresâ) agiert hatte, ist noch im laufenden Jahr 2021 zu erwartencite-ref-99[99]. Mit Beschluss vom 9. Februar 2022 hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts mehrere Verfassungsbeschwerden und einen Antrag im Organstreitverfahren zur vorlĂ€ufigen Anwendung des Freihandelsabkommens zwischen der EuropĂ€ischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und Kanada andererseits (Comprehensive Economic and Trade Agreement â CETA) als unbegrĂŒndet zurĂŒckgewiesen.cite-ref-100[100]
Ăsterreich
Am 24. September 2014 wurde CETA im Nationalrat diskutiert, nachdem die GrĂŒnen eine dringliche Anfrage an Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner eingebracht hatten.cite-ref-101[101]cite-ref-102[102] Alle Fraktionen Ă€uĂerten sich hierbei zu verschiedenen Aspekten des Abkommens kritisch, wobei die Regierungsparteien sowie NEOS und Team Stronach es prinzipiell verteidigten. SchlieĂlich wurde mit den Stimmen von SPĂ, ĂVP und Die GrĂŒnen ein EntschlieĂungsantrag angenommen, in dem gefordert wird, dass
⹠die europÀischen Sozial-, Datenschutz- und Umweltstandards und das Schutzniveau der öffentlichen Dienstleistungen beibehalten werden.
âą die Verhandlungen zu CETA und Ă€hnlichen Abkommen in Zukunft transparenter gefĂŒhrt und die Ăffentlichkeit eingebunden wird.
âą fĂŒr ein Inkrafttreten das Abkommen durch die nationalen Parlamente ratifiziert werden muss.
âą kein ISDS in den Vertrag aufgenommen wird.
Im September 2016 wurde die Abhaltung eines Volksbegehrens genehmigt, das eine verpflichtende Behandlung der beiden Abkommen CETA und TTIP durch das Parlament beinhaltet. Initiatoren des Begehrens waren mehrere SPĂ-BĂŒrgermeister aus Niederösterreich.cite-ref-103[103]cite-ref-104[104] Christian Kern (SPĂ), Bundeskanzler seit Mai 2016, lehnt CETA ab und lieĂ die SPĂ-Mitglieder befragen.cite-ref-105[105]
Obwohl die Ăsterreicher mehrheitlich gegen CETA waren,cite-ref-standard-106-0[106] wurde das umstrittene, von der FPĂ in der Vergangenheit bekĂ€mpftecite-ref-wrzeitung-107-0[107] Abkommen vom Ăsterreichischen Nationalrat im Juni 2018 ratifiziert.cite-ref-wrzeitung-107-1[107] Die fĂŒr die Ratifizierung benötigte Unterzeichnung durch den BundesprĂ€sidenten der Republik Ăsterreich ist noch nicht erfolgt. Van der Bellen erklĂ€rte dazu: âIch habe den Staatsvertrag zu CETA, wie es meiner Aufgabe als Staatsoberhaupt entspricht, ausfĂŒhrlich und gewissenhaft geprĂŒft. Das Ergebnis dieser PrĂŒfung ist mit einem Vorbehalt positiv ausgefallen. Es gibt Zweifel, ob die Schiedsgerichte mit EU-Recht konformgehen. Sollte der EuGH entscheiden, dass CETA mit dem Unionsrecht vereinbar ist, werde ich den Staatsvertrag umgehend unterzeichnen.âcite-ref-108[108]cite-ref-109[109]
Am 30. April 2019 erklĂ€rte Van der Bellen ĂŒber Twitter, den Staatsvertrag zu CETA unterschreiben zu wollen, nachdem der EuGH entschieden hatte, dass CETA mit EU-Recht vereinbar sei.cite-ref-110[110] Am 23. Mai wurde der EuropĂ€ische Rat ĂŒber die Ratifizierung informiert.cite-ref-ratification-1-3[1]
Belgien
Mitte Oktober 2016, kurz vor der geplanten Unterzeichnung des Abkommens durch EU und Kanada am 27. Oktober 2016, teilte Belgien mit, dass das Land dem Abkommen nicht zustimmen kann. Die belgische Föderalregierung befĂŒrwortete zwar das CETA-Abkommen, doch braucht sie in solchen FĂ€llen auch das EinverstĂ€ndnis der Regierungen aller belgischen Regionen und Sprachgemeinschaften.
Siehe auch
:
Politisches System Belgiens â Ăberblick
Die niederlĂ€ndischsprachigen Flamen und ihre Regierung, wie auch die deutschsprachige Gemeinschaft, befĂŒrworteten das Abkommen â die deutschsprachige Gemeinschaft âhielt aber ihre Zustimmung vorâ. Hingegen lehnten es das Parlament der Französischen Gemeinschaft, das Parlament und die Regierung Walloniens sowie das Parlament und die Regierung der Hauptstadtregion BrĂŒssel ab.
Die ab 2014 amtierende Regierung der frankofonen Wallonie von MinisterprĂ€sident Paul Magnette (PS) verweigerte dieses bis Ende Oktober 2016. Sie machte unter anderem Sorgen um eine Senkung von Umwelt- und Sozialstandards und MĂ€ngel in der Regelung der Schiedsgerichte geltend. Das Regionalparlament der französischsprachigen Wallonie, des sĂŒdlichen Landesteils, verabschiedete am 14. Oktober 2016 mit groĂer Mehrheit eine Motion gegen CETA. Darin ersuchte es die Regionalregierung, der Föderalregierung die Zustimmung zur Unterzeichnung des Abkommens zu verweigern und Nachverhandlungen zu fordern. Zur BegrĂŒndung verwiesen die Abgeordneten unter anderem auf Gefahren fĂŒr die Landwirtschaft sowie den Umwelt- und Sozialschutz. Das Parlament der FĂ©dĂ©ration Bruxelles-Wallonie, der frankofonen Sprachgemeinschaft Belgiens, hieĂ am 12. Oktober 2016 eine Ă€hnliche Resolution gut. Auch das Parlament der zweisprachigen Hauptstadtregion BrĂŒssel sprach sich â bereits am 8. Juli 2016 â gegen CETA aus, danach auch ihre Regierung.
Bei der Ablehnung des Abkommens kamen innenpolitische GrĂŒnde zutage, auch die immer noch ungelösten Konflikte in Belgien. Die Wallonie und die Hauptstadtregion BrĂŒssel bilden den wirtschaftlich schwĂ€cheren Teil Belgiens mit ĂŒberdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit. Die Wallonie hat sich bis heute nicht richtig vom Niedergang der einst bedeutenden Schwerindustrie erholt. In der ab 2014 amtierenden, in der Wallonie ungeliebten, föderalen Mitte-rechts-Regierung von MinisterprĂ€sident Charles Michel (MR) sind die Wallonen nur ĂŒber die Liberalen (die frankofone Mouvement RĂ©formateur (MR)) vertreten. Im Parlament der Region Wallonien aber sind die Liberalen in der Opposition und lehnten als Einzige die CETA-Motion vom 14. Oktober 2016 ab. Die stĂ€rkste Kraft bilden hier die frankofonen Sozialisten (die frankofone Parti Socialiste (PS)), die auf der föderalen Ebene nicht an der Regierung beteiligt sind.
Am 27. Oktober 2016 erzielten die MinisterprĂ€sidenten der belgischen Regionen und Sprachgemeinschaften nach tagelangen Verhandlungen eine Einigung mit der Föderalregierung â sie vereinbarten unter anderem eine ErklĂ€rung des belgischen Staats, die die Sorgen der Wallonie unter anderem auch zur geplanten Investitionsgerichtsbarkeit und zu den Auswirkungen von CETA auf die Landwirtschaft beinhaltet. Auf dieser Basis stimmten auch die Parlamente zu.
Am 28. Oktober gab das Regionalparlament der belgischen Wallonie dem Handelsvertrag ihre Zustimmung, dabei votierten 58 Abgeordnete fĂŒr CETA, wĂ€hrend 5 gegen den Vertrag stimmten. Auch das Regionalparlament der Hauptstadtregion BrĂŒssel stimmte CETA zu.
(Quellen:cite-ref-111[111])
Frankreich
Die Nationalversammlung des Landes hat dem Abkommen am 23. Juli 2019 mit 266 gegen 213 Stimmen zugestimmt, damit ist eine erste Stufe des Gesetzgebungsverfahrens bewĂ€ltigt. Wann das âOberhausâ des französischen Zwei-Kammern-Parlaments den Vertrag behandeln wird, ist noch offen. Kritik an CETA (frz. AECG) Ă€uĂerten vor allem Vertreter der Landwirte und der Winzer. Das Abkommen wird, wenn es vollstĂ€ndig EU-weit beschlossen sein wird, fĂŒr 98 % der zwischen Kanada und der EU ausgetauschten Waren Handelserleichterungen, insbesondere Zollsenkungen, bringen.cite-ref-112[112]
Niederlande
Am 18. Februar 2020 stimmte das Unterhaus des niederlÀndischen Parlaments der Ratifizierung zu. Die notwendige Mehrheit im Oberhaus gab es zu der Zeit nicht.cite-ref-113[113] Zwei Jahre spÀter, am 12. Juli 2022, stimmte das Oberhaus dem Ratifizierungsgesetz allerdings zu.cite-ref-114[114]
Bulgarien, RumÀnien, Tschechien
Quellen, Referenzen:cite-ref-115[115]
Bulgarien und RumĂ€nien meldeten ihren Vorbehalt zu CETA an â sie fordern von Kanada die Liberalisierung der Visabestimmungen fĂŒr ihre BĂŒrger. Kanada sicherte ihnen diese zwar zu, doch unter Vorbehalt einer Zustimmung der EU zu CETA.
Die Regierung in Tschechien befĂŒrwortet das Abkommen. 2012 hatte Tschechien â gemeinsam mit Bulgarien und RumĂ€nien â mit einer Blockade gedroht, falls Kanada nicht die Visumfreiheit fĂŒr ihre BĂŒrger einfĂŒhrt, die sie Tschechien 2009 entnommen hat. Was aber Kanada umgehend, Ende 2013, tat â fĂŒr Tschechien.
Zu Beginn der CETA-Verhandlungen waren Bulgarien, RumÀnien und Tschechien die einzigen EU-MitgliedslÀnder, die vom Zugang zu Kanadas Besuchervisa (Temporary Resident Visas / Visas de résidence temporairecite-ref-116[116]) ausgeschlossen waren.
Kanada
CETA wird in Kanada vom Kabinett Trudeau befĂŒrwortet, ebenso vom von 2006 bis 2015 regierenden Kabinett Harper, in dessen Regierungszeit das Abkommen maĂgeblich ausgehandelt wurde.cite-ref-117[117]
Das Abkommen wird von der Regierung unterzeichnet und durch das Parlament ratifiziert. Eine Beteiligung der Provinzen und Territorien daran ist nicht vonnöten; jedoch mĂŒssen diese ihre eigenen Gesetze zur Umsetzung der Vertragsbestimmungen anpassen. Aufgrund der frĂŒhzeitigen Verhandlungsbeteiligung dieser ist hierbei jedoch Widerstand, vergleichbar mit den EinsprĂŒchen einzelner EU-Staaten, nicht zu erwarten.cite-ref-0-118-0[118]cite-ref-119[119]
Zivilgesellschaft
VorschlÀge der NGOs
Europa
Neben Kritik und Protesten von Teilen der Zivilgesellschaft schlagen ein paar der NGOs auch vor, wie CETA und weitere Handels- und internationale Abkommen zu gestalten wĂ€ren â inhaltlich auf das Wesentliche konzentriert, flexibler und demokratischer gestaltet, mit frĂŒhzeitigem Einbezug der Beteiligten und mehr an Transparenz.
Foodwatch schlÀgt vor:
âHandelsabkommen nur fĂŒr den Abbau von Zöllen abzuschlieĂen (am besten auf globaler Ebene), den Rest aber auf Branchenvereinbarungen und flexiblere Verordnungen auszulagern.âcite-ref-120[120]
Mehr Demokratie stellt in ihrem Papier Forderungen zur Demokratisierung von EUâHandelsvertrĂ€gen (April 2016)cite-ref-md-handelsvertraege-121-0[121] fest, dass âVorschlĂ€ge, wie die Handelspolitik in Zukunft anders ablaufen soll, sehr seltenâ sind und bringt ihre âForderungen in die Diskussion (âŠ) wie HandelsvertrĂ€ge der EU demokratisiert werden könnenâ ein, die der Autor in zwei Bereiche aufteilt â ohne und mit Ănderung der EUâVertrĂ€ge:
A. Verbesserungen ohne Ănderung der EUâVertrĂ€ge
1. Verhandlungstexte aller Seiten sind zu veröffentlichen
2. Mandat ist zwingend zu veröffentlichen
3. Umfassende Information des EuropÀischen Parlamentes
4. Gleichgewichtige Beteiligung von Interessenvertretern
5. Keine unkĂŒndbaren VertrĂ€ge und keine VertrĂ€ge mit sehr langen Laufzeiten
6. Keine vorlÀufige Anwendung
B. Verbesserungen, die Ănderungen der EUâVertrĂ€ge notwendig machen
1. [EUâ]Parlament beschlieĂt (zusammen mit dem [EU-Rat) ĂŒber das [Verhandlungs-]Mandat
2. [EUâ]Parlament kann Nachverhandlungen durchsetzen
3. Direktdemokratische Kontrolle von HandelsvertrÀgen wird ermöglicht
Im weitern Papier von Mehr Demokratie fragen die Autoren: âWarum ist CETA ein Demokratieproblem?â (Juli 2016)cite-ref-md-demokratieproblem-122-0[122] und fĂŒhren âsieben GrĂŒndeâ auf, âwarum die Parlamente CETA ablehnen mĂŒssenâ â âundemokratisches Mandat; Intransparenz; undemokratische Ratifizierung; schwache Rolle der Parlamente; Schiedsgerichte als Paralleljustiz; demokratisch nicht legitimierte Gremien; kaum möglicher Ausstieg, verhinderte demokratische Korrekturenâ. Und sie fordern, dass bei Verhandlungen, AbschlĂŒssen und Anpassungen internationaler VertrĂ€ge die âdemokratische[n] HandlungsspielrĂ€ume [zu] erhalten und aus[zu]bauenâ sind:
âWenn kĂŒnftig internationale VertrĂ€ge geplant sind, mĂŒssen (âŠ) das EU-Parlament und die nationalen Parlamente frĂŒhzeitig in die Entscheidungsprozesse eingebunden sein und umfassend ĂŒber die Voraussetzungen und den Verlauf der Verhandlungen informiert werden.â
Kritik, Proteste
Europa
CETA wird von einer Reihe von Nichtregierungsorganisationen abgelehnt. In Deutschland zÀhlen dazu attac,cite-ref-123[123] der BUND,cite-ref-124[124] Campact,cite-ref-125[125] und Mehr Demokratie.cite-ref-126[126]
Der Versuch einer Koalition von insgesamt ĂŒber 300 europĂ€ischen NGOs, eine EuropĂ€ische BĂŒrgerinitiative gegen CETA zu initiieren, wurde 2014 von der EuropĂ€ischen Kommission mit der BegrĂŒndung abgelehnt, die Verhandlungen zu Freihandelsabkommen seien kein Rechtsakt, der mit einer BĂŒrgerinitiative angegriffen werden kann.cite-ref-127[127] Dagegen erhob die Initiative Klage beim EuropĂ€ischen Gerichtshof.cite-ref-128[128] Der EuropĂ€ische Gerichtshof urteilte, dass es nicht rechtens von der EU-Kommission war, die BĂŒrgerinitiative nicht zuzulassen. Diese sei keine âunzulĂ€ssige Einmischungâ, sondern löse eine âlegitime politische Debatteâ aus.cite-ref-129[129] Das BĂŒndnis der NGO startete eine Unterschriftenkampagne. Bis zum 6. Oktober 2015 wurden unter dem Slogan Stopp-TTIP europaweit ĂŒber 3,28 Mio. Unterschriften gesammelt.cite-ref-130[130] Bei einer Demonstration am 10. Oktober 2015 in Berlin sprachen sich nach Angaben der Veranstalter 250.000 Menschen gegen CETA und TTIP aus.cite-ref-131[131]
Von Marianne Grimmenstein wurde mit UnterstĂŒtzung des Rechtswissenschaftlers Andreas Fisahncite-ref-132[132] in Deutschland eine Verfassungsbeschwerde gegen CETA ausgearbeitet und auf change.org beworben, der sich bis zum Einsendeschluss am 14. August 2016 ĂŒber 100.000 Menschen angeschlossen hatten.cite-ref-133[133]
Am 17. September 2016 protestierten in Deutschland nach Angaben der Veranstalter bis zu 320.000 Menschen â laut Behörden und Polizei 198.000cite-ref-134[134]cite-ref-135[135]cite-ref-136[136]cite-ref-137[137] â gleichzeitig in sieben GroĂstĂ€dten gegen CETA und TTIP und ĂŒbertrafen damit deutlich die von den Organisatorencite-ref-138[138] und der Polizei erwarteten 100.000 Teilnehmer. Laut den Veranstaltern nahmen teil: Berlin (70.000, durch Polizei bestĂ€tigtcite-ref-139[139]), Hamburg (65.000), Köln (55.000), Frankfurt am Main (50.000), Stuttgart (40.000), MĂŒnchen (25.000) und Leipzig (15.000). In Köln musste z. B. die Strecke fĂŒr den Demonstrationszug von der Polizei zweimal verlĂ€ngert werden, da diese nur mit 30.000 Teilnehmern gerechnet hatte. Auch in Ăsterreich zĂ€hlten die Veranstalter etwa 25.000 Teilnehmer am Aktionstag, vorwiegend in Wien, aber auch in anderen LandeshauptstĂ€dten.cite-ref-140[140]
Kanada
Auf kanadischer Seite haben sich mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen im Trade Justice Network zusammengefunden und das Abkommen in einer gemeinsamen ErklĂ€rung kritisiert.cite-ref-141[141] Sie werfen der kanadischen Regierung vor, die Ăffentlichkeit gezielt ĂŒber Inhalt und Folgen des Abkommens zu tĂ€uschen.
Kanadische Organisationen kritisieren die Gleichbehandlung europĂ€ischer Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen, weil sie die Möglichkeit der Förderung lokaler Firmen untergrabe.cite-ref-councildeclaration-142-0[142]cite-ref-making-sense-of-the-ceta-143-0[143] Durch âRatchetâ-Klauseln wĂŒrden aktuelle und zukĂŒnftige Privatisierungen festgeschrieben, die abschlieĂende Ausnahmeliste könnte Regierungen von der EinfĂŒhrung neuer öffentlicher Dienstleistungen abhalten.cite-ref-making-sense-of-the-ceta-143-1[143]
Auch das Investitionsschutzkapitel ist umstritten: Es sei nicht sichergestellt, dass neue RegulierungsmaĂnahmen fĂŒr den Finanzmarkt nicht vor Schiedsgerichten angefochten werden können. Die entsprechende Ausnahmeklausel sei deutlich schwĂ€cher ausgestaltet als unter NAFTA.cite-ref-144[144] Auch bestehende und zukĂŒnftige Umweltschutzgesetze seien durch die Möglichkeit von Investor-Staat-Klagen bedrohtcite-ref-145[145] (siehe Abschnitt Investitionsschutz).
In Kanada ist auch die Ănderung des Arzneimittelrechts umstritten, da durch die VerlĂ€ngerung des Patentschutzes fĂŒr Medikamente höhere Kosten fĂŒr das staatliche Gesundheitssystem befĂŒrchtet werden.cite-ref-tagesspiegel-63-1[63] SchĂ€tzungen gehen von mindestens 850 Millionen kanadischen Dollar an Mehrkosten pro Jahr fĂŒr das kanadische Gesundheitssystem aus.cite-ref-146[146]
Wirtschaftlich wĂŒrde CETA das bestehende AuĂenhandelsdefizit Kanadas mit der EU vergröĂern und die AbhĂ€ngigkeit Kanadas vom Rohstoffexport erhöhen.cite-ref-147[147]
Gegen die Unterzeichnung, Ratifikation und Umsetzung von CETA durch die kanadische Regierung wurde vor dem kanadischen Bundesgericht Klage eingereicht.cite-ref-148[148]
Kritik nach Themen
Investitionsschiedsverfahren
Kritisiert werden insbesondere die Bestimmungen fĂŒr das Investor-State Dispute Settlement (ISDS). Laut Kritikern könnten damit Konzerne z. B. wegen missliebiger Klauseln im Patent- oder Urheberrecht Nationalstaaten verklagen und gegen umfangreichere Nutzungsfreiheiten vorgehen. Die Kritiker sehen darin die Etablierung einer von den Konzernen abhĂ€ngigen âParalleljustizâ.cite-ref-heise2-13-1[13]cite-ref-ceta-101-14-1[14]cite-ref-tjn-149-0[149] Nach einem von der Hans-Böckler-Stiftung in Auftrag gegebenen Gutachten des frĂŒheren Richters am Bundesverfassungsgericht Siegfried BroĂ sind solche Investitionsschiedsgerichte verfassungswidrig.cite-ref-150[150]
In einer gemeinsamen ErklÀrung kritisierten mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen aus Kanada und Europa den Investitionsschutz-Teil von CETA als Untergrabung der Demokratie.cite-ref-tjn-149-1[149]
Als Minimalforderung wird dabei oft genannt, dasscite-ref-151[151]
âą die Schiedsgerichte öffentlich tagen mĂŒssten,
⹠nur in sehr eng begrenzten FÀllen angerufen werden können und
⹠die verklagten Staaten in Berufung gehen können sollten.
Die erste Forderung entspricht auch den im April 2014 veröffentlichten optionalen Regeln der UNCITRAL zur Transparenz in Investitionsschiedsverfahren, die ebenfalls bezĂŒglich solcher Schiedsgerichtsverfahren Transparenz von Dokumenten und bei Anhörungen vorsehen.cite-ref-presse-141001-152-0[152] Diese Regeln sind nach dem aktuell veröffentlichten Stand des Abkommens in allen auf ihm basierenden Schiedsverfahren anwendbar.
Im Februar 2015 fĂ€llten sozialdemokratische Handels- und Wirtschaftsminister der EU einen Beschlusscite-ref-153[153] mit Forderungen zur Verbesserung des Investitionsschutzregimes in CETA. Gefordert wurde unter anderem, dass Staaten weiter in der Lage sein mĂŒssen, ihre Staatsschulden zu restrukturieren, Banken abzuwickeln und Menschenrechte, Kultur und Umwelt zu schĂŒtzen. BefĂŒrwortet wurde auĂerdem die Einrichtung eines Berufungsmechanismus und eines stĂ€ndigen Sekretariats, was zur Bildung eines Investitionsgerichtshofes fĂŒhren könnte. Der Vorschlag wurde von Andreas Fischer-Lescano als StĂ€rkung der âInstitutionen der Freihandelsideologieâ abgelehnt.cite-ref-lto-feb-2015-154-0[154] Investitionsstreitigkeiten seien besser vor Menschenrechtsgerichtshöfen aufgehoben, wo ein ausgewogenerer Schutz des Eigentums zu erwarten sei. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht hingegen fĂŒr Ănderungen an CETA kaum noch Spielraum.cite-ref-lto-feb-2015-154-1[154]
Nachdem nach Protesten in Europa der Punkt der Schiedsverfahren im TTIP nachverhandelt und vermutlich abgeschwĂ€cht wird, im aber schon fertig verhandelten CETA noch die alte Version stand, befĂŒrchteten insbesondere kanadische Aktivisten, dass Kanada zur âHintertĂŒrâ fĂŒr Schiedsverfahren wĂŒrde, indem US-amerikanische oder europĂ€ische Firmen diese statt ĂŒber TTIP mit Tochterfirmen in Kanada ĂŒber CETA respektive das kanadisch-amerikanisch-mexikanische NAFTA durchsetzten.cite-ref-sn-20151130-155-0[155]
Im September 2015 wurde gemeldet, dass Handelskommissarin Cecilia Malmström nach Abschluss der juristischen PrĂŒfung den Ratifizierungsprozess durchfĂŒhren möchte und erst nach Inkrafttreten von CETA ĂŒber Ănderungen verhandeln will.cite-ref-156[156] Ende Februar 2016 verkĂŒndete die EU-Kommission hingegen, sich mit Kanada geeinigt zu haben, in CETA anstelle von Schiedsgerichten ein institutionalisiertes internationales Streitbeilegungsgremium mit Möglichkeit der Berufung vorzusehen.cite-ref-157[157]
In der CETA-Endfassung vom 29. Februar 2016 ist in Art. 8.9 Investment and regulatory folgende Formulierung zu finden:
âIt is also explicitly foreseen that Governments can change their laws, including in a way that affects investorsâ expectations of profit and that the application of EUâs state aid law does not constitute a breach of investment protection standards.âcite-ref-158[158]
Eine entschĂ€digungspflichtige âindirekte Enteignungâ liege dann vor, wenn
â(âŠ) [the investor] is substantially deprived of the fundamental attributes of property such as the right to use, enjoy and dispose of its investment (âŠ) The sole fact that a measure increases costs for investors cannot give rise in itself to a finding of expropriationâ
Im April 2019 entschied der EuropÀische Gerichtshof in einem 2017 von Belgien beantragten Gutachten, der vorgesehene Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten sei mit dem Unionsrecht vereinbar.cite-ref-159[159]
Lock-in-Klauseln
Campact kritisierte sogenannte Lock-in- oder Ratchet-Klauseln, mit der sich EU und Kanada gegenseitig verpflichten, bisher durchgefĂŒhrte Deregulierungen und Privatisierungen nie mehr rĂŒckgĂ€ngig zu machen.cite-ref-160[160] Die EU-Kommission verweist darauf, dass die Ratchet-Klausel in âkritischen oder sensiblenâ Sektoren wie Abfallentsorgung und öffentlichem Verkehrswesen nicht anwendbar ist.cite-ref-161[161]
Netzpolitische Aspekte
Netzpolitik.org nennt folgende netzpolitischen Kritikpunkte mit dem Fazit, dass die 519 Seiten Vertragstext weiterhin zu analysieren bleiben:cite-ref-162[162]
âą Urheberrecht (Verpflichtung DRM-Umgehungsverbot etc.)
⹠Haftungsprivilegierung von IntermediÀren
âą âMayâ-Klausel, um das Abfilmen von Kinofilmen zu kriminalisieren
âą Durchsetzung von ImmaterialgĂŒterrechten
âą Auskunftspflichten bei der Durchsetzung von ImmaterialgĂŒterrechten inklusive Bankdaten
âą eventuelle Quick-Freeze-Verpflichtung im IPR-Kapitel, Artikel 16
Verstoà gegen das Völkerrecht
Nach Meinung des US-amerikanischen Völkerrechtlers Alfred de Zayas verstoĂen die Freihandelsabkommen wie TPP, TTIP, TiSA und so auch CETA gegen das Völkerrecht. Es seien keine FreihandelsvertrĂ€ge, sondern âpolitische VertrĂ€ge, die unser demokratisches System abschaffen sollenâ.cite-ref-163[163]
Natur- und Umweltschutz
In einem vom WWF Deutschland beauftragten Gutachten stellte der Volkswirt und Politologe Christoph Scherrer 2014 zahlreiche Gefahren von CETA fĂŒr den Natur- und Umweltschutz fest. Ein Risiko stellten insbesondere die vorgesehenen Streitschlichtungsverfahren zwischen dem Staat und privaten Investoren dar. Nachhaltigkeit, Umwelt- und Arbeitsschutz seien âinstitutionell schwach ausgestaltet und ohne effektive Sanktions- oder Durchsetzungsmechanismen.âcite-ref-164[164]
Siehe auch
âą ACTA â Anti-Counterfeiting Trade Agreement
âą MAI â Multilaterales Investitionsabkommen
âą TiSA â Trade in Services Agreement
CETA und TTIP/TAFTA (auf ACTA)
Weblinks
Commons
: Bilder zu Demonstrationen gegen Freihandelsabkommen in Berlin
â Sammlung von Bildern
Wortlaut als Anhang zum Zustimmungsgesetz in BGBl. 2023 II Nr. 9 nebst Anlageband zu BGBl. 2023 II Nr. 9
EU-Kommission und Kanadische Regierung
âAssessing the costs and benefits of a closer EU-Canada economic partnership â A Joint Study by the European Commission and the Government of Canada (âŠ) in response to a request formulated by Leaders at the 2007 EU-Canada Summitâ
âEinschĂ€tzung der Kosten und Vorteile engerer wirtschaftlicher Partnerschaft EU-Kanada â Gemeinsame Studie der EuropĂ€ischen Kommission und der Regierung Kanadas (âŠ) auf Antrag der Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfeltreffen EU-Kanada [in Berlin, 4. Juni] 2007âcite-ref-165[165]
textText des CETA-Abkommens
âComprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) between Canada, of the one part, and the European Union [and its member states, The Kingdom of Belgium, The Republic of Bulgaria, The Czech Republic, The Kingdom of Denmark, The Federal Republic of Germany, The Republic of Estonia, Ireland, The Hellenic Republic, The Kingdom of Spain, The French Republic, The Republic of Croatia, The Italian Republic, The Republic of Cyprus, The Republic of Latvia, The Republic of Lithuania, The Grand Duchy of Luxembourg, Hungary, The Republic of Malta, The Kingdom of the Netherlands, The Republic of Austria, The Republic of Poland, The Portuguese Republic, Romania, The Republic of Slovenia, The Slovak Republic, The Republic of Finland, The Kingdom of Sweden, The United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland]. of the other part.âcite-ref-166[166]
EU-Kommission
Generaldirektion Handel â ausfĂŒhrliche ErlĂ€uterungen zu CETA, die jedoch ohne Veröffentlichungsdatum zur VerfĂŒgung gestellt wurden. Dabei handelt es sich um folgenden ErlĂ€uterungen:
âą Im Blickpunk: Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen EU-Kanada (CETA). Generaldirektion Handel, auf Web der EU-Kommission, ec.europa.eu Archiviert vom Original am 13. MĂ€rz 2018. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2018.
âą CETA in 60 Sekunden. Archiviert vom Original am 13. MĂ€rz 2018. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2018.
âą CETA erklĂ€rt â Neue Chancen fĂŒr Ihr Unternehmen. Archiviert vom Original am 13. MĂ€rz 2018. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2018.
âą CETA im Wortlaut â Kapitel fĂŒr Kapitel. Das Abkommen im Wortlaut mit klarer und verstĂ€ndlicher Zusammenfassung der einzelnen Kapitel. Archiviert vom Original am 13. MĂ€rz 2018. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2018.
âą Investment provisions in the EU-Canada free trade agreement (CETA) (Nicht in Deutsch). Eine Auflistung der Einzelheiten des neuen Investitionsgerichtssystems (ICS) und dessen Regelungen zum Investitionsschutz. Archiviert vom Original (PDF; 265 kB) am 13. MĂ€rz 2018. Abgerufen am 13. MĂ€rz 2018.
⹠Rat der EuropÀischen Union (27. Oktober 2016): Gemeinsames Auslegungsinstrument zum Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen Kanada und der EuropÀischen Union und ihren Mitgliedstaaten. (PDF) Archiviert vom Original (PDF) am 13. MÀrz 2018. Abgerufen am 13. MÀrz 2018.
Infos / Memos / Pressemitteilungen
âą Deutsche Ăbersetzung des CETA-Abkommens online abrufbar. EuropĂ€ische Kommission, Vertretung in Deutschland, 13. Juli 2016, auf Web der EU-Kommission, ec.europa.eu
âą EuropĂ€ische Kommission â Factsheet: CETA â ein EU-Freihandelsabkommen fĂŒr das 21. Jahrhundert â Die EU hat soeben ein neues Freihandelsabkommen mit Kanada geschlossen, nĂ€mlich das âumfassende Wirtschafts- und Handelsabkommenâ (âComprehensive Economic and Trade Agreementâ), kurz âCETAâ. Pressemitteilung, EuropĂ€ische Kommission, StraĂburg, 5. Juli 2016
âą Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada. Memo / Pressemitteilung, EuropĂ€ische Kommission, BrĂŒssel, 18. Oktober 2013, auf Web der EU-Kommission, trade.ec.europa.eu (mit weiterfĂŒhrenden Dokumenten) / (en) Facts and figures of the EU-Canada Free Trade deal. Memo / Press release, European Commission, Brussels, 18 October 2013 / (fr) Lâaccord de libre-Ă©change UE-Canada: faits et chiffres. MĂ©mo, Commission europĂ©enne, Bruxelles, le 18 octobre 2013
Bundesrepublik Deutschland
âą Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Energie (ohne Datum): HĂ€ufig gestellte Fragen zum EU-Kanada-Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA). Archiviert vom Original am 11. MĂ€rz 2018. Abgerufen am 11. MĂ€rz 2018
âą Anja KrĂŒger: Ceta vor Gericht. Vor dem Bundesverfassungsgericht hat das Verfahren... begonnen. jungle world, 43, 22. Oktober 2020, S. 8
Weitere
Info (neutral)
âą GĂŒnter Knorr: Zusammenfassung der endverhandelten Ergebnisse FĂŒr das Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen Kanada und der europĂ€ischen Union. Das Kanadische Recht, Knorr RechtsanwĂ€lte AG, 14. Januar 2016, auf kanadischesrecht.de (fasst ĂŒbersetzt die wichtigsten Ergebnisse des umfassendem Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen Kanada und der EU vom 18. Oktober 2013 zusammen) Archiviert vom Original am 12. MĂ€rz 2018. Abgerufen am 12. MĂ€rz 2018.
Kritiker, Gegner
âą Mehr Demokratie: Kampagnenblog zu TTIP & CETA ((âŠ) Die geplanten Handelsabkommen TTIP und CETA bedrohen rechtsstaatliche Prinzipien und demokratische Mitbestimmung (âŠ)) des Vereins Mehr Demokratie, auf mehr-demokratie.de (laufend aktualisiert)
âą Stop TTIP: Kurzinfo (GrĂŒnde gegen TTIP und CETA) des BĂŒndnisses Stop TTIP (de, en, fr, it, es, pl, nl, pt / Stand Ende Oktober 2016), auf stop-ttip.org
âą Olaf Zimmermann, Theo GeiĂler (Hrsg.): TTIP, CETA & Co. Die Auswirkungen der Freihandelsabkommen auf Kultur und Medien. (PDF; 2,6 MB) aus: Politik & Kultur Band 13, Deutscher Kulturrat e. V., Berlin, Mai 2015, PDF 280 Seiten, ISBN 978-3-934868-34-2
âą Ridvan Ciftci, Folke groĂe Deters, Dietmar Köster: Den roten Linien auf der Spur. Die Anforderungen des SPD-Parteikonvents von 2014 an Freihandelsabkommen und ihre ErfĂŒllung in CETA. (PDF; 1,4 MB) SPD â Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen NRW (ASJ NRW), DĂŒsseldorf (SPD-Parteikonvent 20. September 2014)
âą CETA: Das Freihandelsabkommen zwischen EU und Kanada. (PDF) Steckbrief DNR Deutscher Naturschutzring EU-Koordination, Berlin 8. Juli 2014
âą Stuart Trew: The CETA Deception. How the Harper governmentâs public relations campaign misrepresents the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement. (canadians.org PDF) The Council of Canadians, 17. Juli 2012 (englisch).
Artikel, Medien
âą RenĂ© Höltschi: Ceta ist unterzeichnet: Ende gut, noch nicht alles gut â Die EuropĂ€ische Union und Kanada haben das Freihandelsabkommen Ceta unterzeichnet. Damit ist ein wichtiges Ziel erreicht. Aber noch stehen weitere HĂŒrden an. NZZ, 30. Oktober 2016
âą (en) EU almost ready to sign Ceta. EUobserver, 27. Oktober 2016
âą Eva Joly, Fabio De Masi und Emmanuel Maurel: Ceta: Ein schlechter Deal fĂŒr Europa â Drei EU-Parlamentarier klagen an: Ceta schwĂ€cht das demokratische Europa. Nicht nur, weil es Umwelt, Verbrauchern und Arbeitnehmern schadet. Der Ruf der EU ist in Gefahr. Die Zeit, 14. Oktober 2016
âą RenĂ© Höltschi: ZusatzerklĂ€rung zum Freihandelsabkommen EU-Kanada: Beipackzettel ĂŒberzeugt Ceta-Gegner nicht â Die EU und Kanada haben eine ZusatzerklĂ€rung zum geplanten Freihandelsabkommen Ceta ausgehandelt. Sie soll den Skeptikern eine BrĂŒcke bauen â stösst aber bei eingefleischten Gegnern nur auf Hohn. NZZ, 6. Oktober 2016
âą Petra Pinzler: Handelsabkommen: Gewerkschaften bestehen auf Nachbesserungen an Ceta â Das europĂ€isch-kanadische Handelsabkommen ist nicht so sicher, wie Sigmar Gabriel sagt. Es hĂ€ngt am Kleingedruckten und an Cecilia Malmström, wie Dokumente zeigen. Die Zeit, 27. September 2016
âą Bettina Weiz: CETA-Freihandelsabkommen: Gefahr fĂŒr die Wasserversorgung? (Memento vom 31. Oktober 2016 im Internet Archive) â CETA soll den Freihandel fördern. Aber der Vertrag könnte auch unwiderrufliche Auswirkungen auf die Wasserversorgung haben, fĂŒrchten Kritiker. Das liegt auch daran, dass der Vertragstext extrem unĂŒbersichtlich und in vielen Begriffen vage ist, BR 2, 23. September 2016
âą Peter Gauweiler: Handelsabkommen: Ceta ist eine Gefahr fĂŒr die Demokratie â Das geplante Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada schafft eine Paralleljustiz und beherrscht alles â ohne demokratische Kontrolle. SZ, 15. September 2016
âą RenĂ© Höltschi: Einbezug der nationalen Parlamente bei Ceta: Kehrtwende im EU-Handelsstreit â BrĂŒssel bietet nun doch Hand dazu, das Freihandelsabkommen EU-Kanada auch durch die nationalen Parlamente genehmigen zu lassen. Im Gegenzug sollen sich die HauptstĂ€dte fĂŒr das Abkommen einsetzen. NZZ, 5. Juli 2016
âą Herta DĂ€ubler-Gmelin: Freihandelsabkommen: BrĂŒsseler FreihandelsplĂ€ne sind eine Ohrfeige fĂŒr die BĂŒrger â Die EU-Kommission will ohne die nationalen Parlamente ĂŒber Freihandelsabkommen wie Ceta und TTIP entscheiden. Das ist nicht nur zynisch, sondern auch schĂ€dlich. SZ, 30. Juni 2016
âą RenĂ© Höltschi: EU-Handelsabkommen Ceta: Kanada-Abkommen entzweit die EU â Wer soll das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada ratifizieren? Hinter dieser juristischen Frage lauern weitreichende politische Konsequenzen. Am EU-Gipfel hat sie Streit provoziert. NZZ, 29. Juni 2016
âą Andre Meister: Informationsfreiheits-Ablehnung des Tages: Freihandelsabkommen CETA ânoch nicht fertigâ, Tagesschau leaktâs. Netzpolitik, 14. August 2014
âą Andrea Rexer, Jannis BrĂŒhl: Freihandelsabkommen Ceta geleakt: 521 Seiten Stoff fĂŒr Zoff â Das Ceta-Abkommen zwischen EU und Kanada ist jetzt öffentlich. Das Kapitel zu den Schiedsgerichten sollte die Kritiker besĂ€nftigen â und stöĂt gleich auf Widerstand. Was in dem umstrittenen Vertrag steht. SZ, 14. August 2014
âą Tamara Anthony: Freihandelsabkommen mit Kanada: Auf dem Weg in die Paralleljustiz â Im Schatten des Freihandelsabkommens TTIP zwischen der EU und den USA steht eine Ă€hnliche Vereinbarung mit Kanada vor dem Abschluss â CETA. Der Vertragstext zeigt: Auch dieses Abkommen könnte Regierungen den Klagen privater Investoren aussetzen. tagesschau.de, 14. August 2014
Medien â Thema CETA
âą EUobserver: Search results âcetaâ. (englisch)
âą Euractiv: Suchergebnisse fĂŒr âcetaâ.
âą FAZ: Alle Nachrichten und Informationen der F.A.Z. zum Thema Ceta.
âą Spiegel Online: Freihandelsabkommen Ceta â Alle Artikel und HintergrĂŒnde.
âą taz: CETA â taz.de
âą Zeit Online: CETA â News und Infos.
Einzelnachweise
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cite-note-33. â EU und Kanada besiegeln CETA. In: MDR aktuell. 30. Oktober 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 18. Februar 2017; abgerufen am 17. Februar 2017.
cite-note-44. â Ceta: EuropĂ€isches Parlament stimmt Freihandelsabkommen mit Kanada zu. In: Spiegel Online. 15. Februar 2017, abgerufen am 17. Februar 2017.
cite-note-55. â Handelsabkommen beschlossen: 408 Stimmen fĂŒr CETA. In: tagesschau.de. 15. Februar 2017, abgerufen am 17. Februar 2017.
cite-note-geheim1-66. â Die EU und Kanada nehmen Verhandlungen ĂŒber ein Wirtschafts- und Handelsabkommen auf.
cite-note-77. â Trade: Countries and regions: Canada. EuropĂ€ische Kommission, abgerufen am 1. September 2014.
cite-note-88. â Verhandlungen ĂŒber Freihandelsabkommen mit Kanada abgeschlossen. 6. August 2012, abgerufen am 6. August 2012.
cite-note-99. â Canada-EU Summit â A new era in Canada-EU relations: Declaration by the Prime Minister of Canada and the Presidents of the European Council and the European Commission. European Commission â Statement/14/288 26/09/2014, Europa Press Release Database
cite-note-kommissionokt2013-1010. â EU und Kanada beenden Verhandlungen ĂŒber Freihandelsabkommen, Pressemitteilung der EuropĂ€ischen Kommission, 18. Oktober 2013.
cite-note-geheim2-1111. â European Commission: Trade negotiations step by step. (PDF; 694 kB)
cite-note-heise1-1212. â Investment ohne angemessenen Profit kann als âindirekte Enteignungâ gewertet werden. Walter Gröh, 18. August 2014, abgerufen am 18. August 2014.
cite-note-heise2-1313. â heise.de: Konsolidiertes EU-Handelsabkommen mit Kanada steht im Netz.
cite-note-ceta-101-1414. â tagesschau.de: Freihandelsabkommen mit Kanada â Auf dem Weg in die Paralleljustiz
cite-note-1515. â Comprehensive Trade and Economic Agreement (CETA): Outcomes of the CETA negotiations. ec.europa.eu
cite-note-1616. â EU kĂŒndigt Kehrtwende bei TTIP an. 28. September 2014, abgerufen am 1. Oktober 2014.
cite-note-171. BMWI: CETA-Vertragstext veröffentlicht
cite-note-nzz161028-1818. â RenĂ© Höltschi: Belgische Regionalparlamente stimmen zu: Ceta wird am Sonntag unterzeichnet â Und plötzlich geht es schnell: Das Parlament der Wallonie hat «grĂŒnes Licht» zur Unterzeichnung des Handelsvertrags Ceta gegeben, die EU hat die nötigen BeschlĂŒsse gefasst und am Sonntag findet der EU-Kanada-Gipfel statt, NZZ, 28. Oktober 2016.
cite-note-1919. â Ceta-Abkommen unterzeichnet. In: Zeit Online. 30. Oktober 2016, abgerufen am 18. Februar 2020: âKanada und die EU haben in BrĂŒssel das gemeinsame Handelsabkommen unterzeichnet. [...] Der EU-Kanada-Gipfel hĂ€tte eigentlich bereits am Donnerstag stattfinden sollen.â
cite-note-euobs161031-202. Aleksandra Eriksson: EU signs Canada trade pact, rejects âpost-truthâ critics. EUobserver, 31. Oktober 2016 (englisch)
cite-note-faz-14279991-2121. â Hendrik Kafsack: Freihandelsabkommen: Bundestag soll bei Ceta nicht mitreden â Wieviel Mitspracherechte haben die nationalen Parlamente bei der Ratifizierung von Freihandelsabkommen? Die EU-Kommission könnte den Streit weiter anstacheln. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10. Juni 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net).
cite-note-2323. â BMWi: HĂ€ufig gestellte Fragen zum EU-Kanada-Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA), Antwort auf Frage 5.
cite-note-zeit-2016-06-10-2424. â Freihandelsabkommen: EU könnte Ceta ohne Parlamente verabschieden â Die EuropĂ€ische Kommission plant Berichten zufolge, die nationalen Parlamente nicht ĂŒber das Freihandelsabkommen mit Kanada abstimmen zu lassen. Italien findet das gut. In: Die Zeit. 10. Juni 2016 (zeit.de).
cite-note-spiegel160705-2525. â Markus Becker: Handelsvertrag mit Kanada: Parlamente der EU-Staaten dĂŒrfen Ceta wohl doch absegnen â KĂŒrzlich erklĂ€rte Jean-Claude Juncker, Ceta sei ein âEU onlyâ-Projekt. Jetzt soll das Handelsabkommen offenbar doch den Parlamenten der EU-Staaten vorgelegt werden. Der Vertrag hĂ€tte dann kaum noch eine Chance (âŠ) 28 nationale (âŠ) 14 regionale Parlamente (âŠ). Der Spiegel, 5. Juli 2016
cite-note-2626. â Kommission gibt nach: Parlamente dĂŒrfen ĂŒber Ceta abstimmen. Die Presse, 5. Juli 2016
cite-note-nzz160705-2727. â RenĂ© Höltschi: Einbezug der nationalen Parlamente bei Ceta: Kehrtwende im EU-Handelsstreit â BrĂŒssel bietet nun doch Hand dazu, das Freihandelsabkommen EU-Kanada auch durch die nationalen Parlamente genehmigen zu lassen. Im Gegenzug sollen sich die HauptstĂ€dte fĂŒr das Abkommen einsetzen. NZZ, 5. Juli 2016
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cite-note-294. C-30: An Act to implement the Comprehensive Economic and Trade Agreement between Canada and the European Union and its Member States and to provide for certain other measures. In: LEGISinfo. Parliament of Canada, abgerufen am 23. Mai 2017.
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cite-note-316. Janyce McGregor: Canada's trade deal with itself now in effect, as EU deal waits, 2. Juli 2017. Abgerufen am 3. Juli 2017
cite-note-327. Canada, EU to provisionally apply CETA in September, 8. Juli 2017. Abgerufen am 13. Juli 2017
cite-note-auto-338. Bålint Péter Linder: CETA: MEPs back EU-Canada trade agreement, European Parliament Press Service, 15. Februar 2017
cite-note-349. Sabor potvrdio CETA-u. 30. Juni 2017; abgerufen im 1. Januar 1.
cite-note-3510. Senate approves free trade deal with Canada. 20. April 2017; abgerufen im 1. Januar 1.
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cite-note-iisd-org-3712. CETA faces hurdle after Cypriot parliament fails to ratify the agreement. In: The International Institute for Sustainable Development. 5. Oktober 2020, abgerufen am 15. Dezember 2020.
cite-note-3813. French parliament narrowly ratifies CETA trade deal with Canada. In: CBC News. 23. Juli 2019, abgerufen am 23. Juli 2019.
cite-note-3914. Ratification du CETA : adoption par scrutin public le 23 juillet. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 23. Juli 2019 (französisch).
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cite-note-4116. Bundesgesetzblatt Teil II - Gesetz zu dem Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen Kanada einerseits und der EuropÀischen Union und ihren Mitgliedstaaten andererseits vom 30. Oktober 2016 - Bundesgesetzblatt. Abgerufen am 20. Januar 2023.
cite-note-4217. Seimas ratifikavo Kanados ir ES prekybos susitarimÄ
su specialiu pareiĆĄkimu. 24. April 2018; abgerufen im 1. Januar 1.
cite-note-4318. Niederlande verabschieden Ceta-Freihandelsvertrag. 12. Juli 2022, abgerufen am 1. Dezember 2022.
cite-note-4444. â BMWi: Aktueller Stand CETA
cite-note-hk24-4545. â CETA â Protokoll ĂŒber Ursprungsregeln und Ursprungsbestimmungen. Handelskammer Hamburg (hk24.de), abgerufen am 17. September 2017.
cite-note-4646. â IHK MĂŒnchen: VorlĂ€ufige Anwendung â Zoll und Ursprungsregelungen. Abgerufen am 8. Juli 2017.
cite-note-4747. â spoe.at (PDF)
cite-note-4848. â CETA: EU-Unterausschuss pocht auf Genehmigungsrecht des Parlaments. In: parlament.gv.at. 22. Juni 2016, abgerufen am 7. September 2016.
cite-note-4949. â Ceta vorlĂ€ufig ohne Demokratie. In: taz.de. 28. MĂ€rz 2016, abgerufen am 6. April 2016.
cite-note-5050. â GĂŒnther Strobl: Handelspakt mit Kanada soll ohne Sanktus des Nationalrats in Kraft treten. In: derStandard.at. 6. April 2016, abgerufen am 6. April 2016.
cite-note-5151. â Wolfgang WeiĂ: Rechtliche Probleme der aktuellen Kommissionsplanung zu Abschluss und vorlĂ€ufiger Anwendung des CETA. (PDF) In: mehr-demokratie.de. 11. August 2016, abgerufen am 7. September 2016.
cite-note-5252. â Bernhard Kempen: Beschwerdeschrift zur BĂŒrgerklage âNein zu CETAâ. (PDF) In: mehr-demokratie.de. 29. August 2016, abgerufen am 7. September 2016.
cite-note-5353. â Bundesverfassungsgericht - Presse - EilantrĂ€ge in Sachen âCETAâ erfolglos. In: Bundesverfassungsgericht. 13. Oktober 2016, abgerufen am 4. Februar 2020.
cite-note-5454. â BVerfG, Beschluss vom 9. Februar 2022 - 2 BvR 1368/16. In: bundesverfassungsgericht.de. 9. Februar 2022, abgerufen am 15. MĂ€rz 2022.
cite-note-5555. â Katja Galinsky, CETA-Gegner scheitern, In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16. MĂ€rz 2022
cite-note-kommissionzahlenfakten-5656. â EuropĂ€ische Kommission: Fakten und Zahlen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada.
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cite-note-5858. â CETA â Zusammenfassung der abschlieĂenden Verhandlungsergebnisse. (PDF) Abgerufen am 7. Dezember 2018.
cite-note-5959. â Auswirkungen auf die Landwirtschaft â Schwerpunkt Milch und Fleisch. (PDF) Abgerufen am 7. Dezember 2018.
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cite-note-pdf-155364-6262. â Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen der EU und Kanada. (PDF) Abgerufen am 7. Dezember 2018.
cite-note-tagesspiegel-6363. â Hormonprobleme. Freihandelsabkommen mit Kanada. In: Tagesspiegel.de. 14. Juni 2013.
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cite-note-111111. â RenĂ© Höltschi: Belgische Regionalparlamente stimmen zu: Ceta wird am Sonntag unterzeichnet â Und plötzlich geht es schnell: Das Parlament der Wallonie hat «grĂŒnes Licht» zur Unterzeichnung des Handelsvertrags Ceta gegeben, die EU hat die nötigen BeschlĂŒsse gefasst und am Sonntag findet der EU-Kanada-Gipfel statt, NZZ, 28. Oktober 2016 Parlament der belgischen Wallonie billigt Ceta-Abkommen. SZ, 28. Oktober 2016 (en) Aleksandra Eriksson: Belgium breaks Ceta deadlock â The EU hopes to now sign the EU-Canada trade agreement, Ceta, by Friday evening (28 October), a day after Belgian federal and regional authorities agreed to authorise the Belgian government to back the deal. EUobserver, 28./27. Oktober 2016 Freihandelsabkommen: EU-Botschafter akzeptieren belgischen Ceta-Kompromiss â Belgien hat im Streit um das Freihandelsabkommen Ceta ein Zusatzdokument eingereicht. Die EU-Staaten wollen die KompromissvorschlĂ€ge billigen â unter Vorbehalt. Die Zeit/AFP/stĂŒ, 27. Oktober 2016 Handelsabkommen: Belgische Regionen einigen sich im Streit um Ceta â Der Konflikt zwischen der Regierung und der Provinz um das europĂ€isch-kanadische Handelsabkommen ist beigelegt. Eigentlich hĂ€tte es heute unterzeichnet werden sollen. Die Zeit, 27. Oktober 2016 Belgische Regionen machen den Weg fĂŒr Ceta frei â Es war ein harter Kampf: Die belgische Regierung hat sich am Donnerstag mit den Regionen ĂŒber die umstrittenen Punkte bei Ceta geeinigt. In Kanada reagiert man vorsichtig optimistisch. FAZ/bfch./maxw./dpa/Reuters, 27. Oktober 2016 RenĂ© Höltschi: Innerbelgische Einigung zu Ceta: Freihandelsabkommen kratzt die Kurve â Die belgischen Regierungen haben sich zusammengerauft und den Weg fĂŒr die Unterzeichnung des Freihandelsvertrags der EU mit Kanada fast freigerĂ€umt. Danach folgt der steinige Weg der Ratifizierung. NZZ, 27. Oktober 2016 Handelsabkommen mit Kanada: Belgien kassiert Ceta-Veto â Die belgische Zentralregierung konnte sich mit den Regionen einigen. Die Verhandlungen können jetzt fortgesetzt werden. taz nach dpa, 27. Oktober 2016 (en) Aleksandra Eriksson: Belgians meet for fresh Canada talks â Protest against EU-Canada free-trade agreement Ceta. EUobserver, 26. Oktober 2016 Freihandel: EU und Kanada kĂ€mpfen weiter fĂŒr Ceta â Beide Seiten wollen an dem umstrittenen Abkommen festhalten â und es möglicherweise doch noch in den kommenden Tagen unterzeichnen. Doch ein mĂ€chtiger Politiker beginnt daran zu zweifeln. dpa/FAZ, 25. Oktober 2016 Belgien: Die EU hĂ€lt eine Ceta-Rettung weiter fĂŒr möglich â Muss der EU-Kanada-Gipfel am Donnerstag wegen des Streits um Ceta abgesagt werden? Die EU will das verhindern. FĂŒr eine Lösung sei noch Zeit, sagt EU-RatsprĂ€sident Tusk. Die Zeit, 24. Oktober 2016 (en) Eric Maurice: Belgian veto leaves EU-Canada deal in limbo â The Belgian government said on Monday (24 October) that it would not be able to sign an EU-Canada trade deal because of Walloniaâs opposition. EUobserver 24. Oktober 2016 Hendrik Kafsack: Freihandel mit Kanada: Wie es jetzt mit Ceta weitergeht â Belgien kann dem Handelsabkommen der EU mit Kanada nicht zustimmen. Der Premierminister macht den Vertretern der Region Wallonien schwere VorwĂŒrf. FAZ, 24. Oktober 2016 RenĂ© Höltschi: Freihandelsabkommen mit Kanada: Ein Cliffhanger bei Ceta â Noch ist die Zitterpartie um den Ceta-Handelsvertrag der EU mit Kanada nicht ganz zu Ende. Zwar hat Belgien erklĂ€rt, Ceta derzeit nicht zustimmen zu können. Doch die anderen Beteiligten wollen einen letzten Effort leisten. NZZ, 24. Oktober 2016 Freihandelsabkommen Ceta: Wallonien gegen den Rest Europas â Das Freihandelsabkommen Ceta steht vor dem Scheitern. Schuld ist eine kleine Region in Belgien. Warum stellt sie sich so stur? FAZ, 22. Oktober 2016 RenĂ© Höltschi: Ceta ĂŒberschattet EU-Gipfel: Wallonien weigert sich weiter â Am Rande des EU-Gipfels wurde um die Zustimmung der belgischen Wallonie zum Handelsabkommen gerungen. KompromissvorschlĂ€ge lehnte die wallonische Regionalregierung jedoch postwendend ab. NZZ, 21. Oktober 2016 Tobias MĂŒller: Ceta: Die Rache der Regionen â Der frankofone Teil Belgiens könnte zum Stolperstein des EU-Handelsabkommens mit Kanada werden. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind vor allem innenpolitisch zu suchen. Die Zeit, 19. Oktober 2016 RenĂ© Höltschi: Widerstand in Belgien gegen das Freihandelsabkommen Ceta: Die Rache der Verlierer â Belgien kann möglicherweise dem Freihandelsabkommen der EU mit Kanada wegen des Widerstandes des frankofonen Landesteils nicht zustimmen. Dies wĂŒrde das ganze Projekt gefĂ€hrden. Was treibt die Wallonen zu dieser Haltung? NZZ, 14. Oktober 2016 (en) Eszter Zalan: Wallonia hinders Canada-EU trade deal â The French speaking region of Belgium refused to authorise the federal government to sign the Canada-EU trade deal, wanting guarantees of further negotiation to sooth concerns. EUobserver, 14. 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